Gefährdete Nahrungsmittel

Besonders hohe Konzentrationen von BSE-Erregern finden sich im Gehirn, im Rückenmark und in den Innereien von infizierten Rindern. Daher sind Produkte, die diese Rinderbestandteile enthalten, besonders problematisch. Sie können die tödliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen. Es sind aber auch BSE-Erreger im Fleisch der Rinder gefunden worden.

Folgende Produkte enthalten Rinderbestandteile:


Rindfleisch

Man geht zwar davon aus, dass in Muskelfleisch nur wenige BSE-Erreger enthalten sind, aber sicher ist das nicht. Wer Rindfleisch essen möchte sollte also darauf achten, wo das Fleisch herkommt.


Wurst

Es gibt viele verschiedene Wurstsorten und die Rezepte für einzelne Sorten unterscheiden sich auch noch je nach Hersteller. Zutaten, die nur in geringen Mengen in der Wurst enthalten sind, müssen nicht angegeben werden. Daher sollte man als Verbraucher Wurst nur bei einem Metzger kaufen, dem man vertraut. Fachmetzgereien informieren über die Zusammensetzung ihrer Wurstsorten und die Herkunft der Tiere. Besonders gefährdet ist Wurst, die Separatorenfleisch enthält. Separatorenfleisch ist Fleisch, das mit einem bestimmten maschinellen Verfahren vom Knochen gelöst wird. Dabei können auch Knochenreste und Teile des Knochenmarks mit in das Fleisch gelangen. In Deutschland darf Separatorenfleisch seit dem 1. Oktober 2000 nicht mehr verwendet werden.

Wurstsorten, die Rinderbestandteile enthalten:
Bratwürste, Cervelatwurst, Kalbsleberwurst, Leberkäse, Mettwurst, Salami, Teewurst, Weißwürste, Wienerwürstchen


Brühwürfel und Fertiggerichte

Brühwürfel und Fertiggerichte enthalten häufig Rinderbestandteile.


Milch

Nach bisherigen Erkenntnissen werden Milch und Milchprodukte (Käse und Joghurt ohne Gelatine) als sicher eingestuft.


Gelatine

Gelatine wird aus Knochen und sonstigen Schlachtabfällen hergestellt. Sie ist in Joghurt, Gummibärchen, Fertigsüßspeisen und manchen Medikamenten enthalten. Gelatine aus Schlachtabfällen von Rindern gilt als problematisch. In Deutschland wird Gelatine aber zu ca. 90% aus Schweineknochen hergestellt.


Medikamente / Tabletten

Tabletten enthalten zum Teil Gelatine, insbesondere bestehen Kapseln meist aus Gelatine.


Impfstoffe

Beim Züchten gewisser Impfstoffe (Bsp.: Kinderlähmung, Röteln) werden Zellkulturen verwendet, die mit Kälberserum angesetzt werden.


Wie gefährdet sind andere Lebensmittel?

Schaf- / Lammfleisch

Schafe können von der BSE ähnlichen Traberkrankheit (englisch: Scrapie) befallen sein. Das Berliner Robert-Koch-Institut hält es daher für nötig, auch bei Schafen entsprechende Tests einzuführen.


Schweinefleisch

Schweine wurden bis Anfang Dezember 2000 auch mit Tiermehl gefüttert. Es ist aber nichts darüber bekannt, dass Schweine sich von BSE oder einer ähnlichen Krankheit anstecken lassen.
Aber selbst wenn Schweine sich nicht anstecken, wäre es denkbar, dass der Mensch den BSE-Erreger über Schweinefleisch aufnimmt.


Fisch

In großen Fischzuchtbetrieben wird auch weiterhin Fischmehl verfüttert. Es ist aber nichts darüber bekannt, dass Fische sich von dem Erreger anstecken lassen.


Geflügel

Geflügel wurde bisher auch mit Tiermehl gefüttert. Es ist aber nichts darüber bekannt, dass Geflügel sich von BSE oder einer ähnlichen Krankheit anstecken lässt.


 

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